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    Krampfadernoperation / Venenoperation

    Überblick Krampfadernoperation / Venenoperation

    Eine Krampfadernoperation bzw. Venenoperation wird bei Krampfadern der oberflächlichen Venen oder Ulcus cruris („offenes Bein“) durchgeführt. Der operierende Arzt ist Facharzt für Dermatologie, Chirurgie oder Gefäßchirurgie. Es gibt verschiedene OP-Methoden, welche sich in konventionelle / ältere Methoden und minimal-invasive / modernere Methoden unterteilen lassen. Die Heilungschancen sind hoch und liegen bei 85-100 Prozent in Abhängigkeit zum Krankheitsbild (Krankheitsstadium). Die Operation dauert ca. 20 Minuten bis 2 Stunden, je nach Ausprägung und in Abhängigkeit zur angewandten Operationsmethode. Abhängig vom OP-Verfahren sind auch die Einschränkungen nach der Operation, die Dauer der Abheilung, die Schmerzen und Narben etc.

    Vor der Krampfadernoperation / Venenoperation – Der richtige Arzt und Vorbereitungen

    Das Arzt-Patienten-Gespräch und die Wahl des richtigen Operateurs: Der Patient sollte nach einem Operateur suchen, der grosse Erfahrung in diesem komplexen Bereich gesammelt hat und nicht „unter anderem“ Krampfadern operiert: dazu ist heute einfach die Verfahrensvielfalt und das erforderliche Wissen zu groß und nur ein wirklicher Spezialist kann sich die sehr teuren technischen Voraussetzungen leisten, um alle Verfahren anbieten zu können. Der Facharzt sollte eine ganz individuelle Kombination aus Methoden für den Einzelfall des Patienten maßgeschneidert anbieten. Misstrauisch sollte man werden, wenn der Facharzt jeden Patienten mit seinem „Standardverfahren“ operieren möchte, weil er vielleicht andere Verfahren nicht so gut beherrscht oder die technische Ausrüstung dazu nicht hat.

    Der Patient sollte sehr ausführlich über sämtliche Vor- und Nachteile der vorgeschlagenen Behandlung ebenso aufklärt werden, wie über mögliche Alternativen dazu. Der Facharzt sollte über möglichst viel Erfahrung mit den angewandten Verfahren verfügen und diese wirklich ständig ausführen.

    Die Operation sollte an einem wirklich nach dem neuesten Stand der Technik ausgestatteten OP-Zentrum ausgeführt werden oder in der eigenen Praxis. Meist kann der Patient diese Informationen alle schon der Homepage des Arztes entnehmen: sollte er hier schon den Eindruck bekommen, man habe es nicht mit einem „Vollprofi“ zu tun, sollte man lieber noch ein wenig weiter suchen.

    Tipps zusammengefast: Der Patient muss also wissen, ob der Arzt sich auf diese, technisch sehr anspruchsvollen Krampfadernoperationen spezialisiert hat.

    Bei Anwendung der minimal-invasiven Methoden sollte der Patient erfragen, wie lange der Operateur schon mit diesen Methoden arbeitet und wie viele Patienten er täglich oder wöchentlich damit behandelt. So können die Methoden mit der erforderlichen Sicherheit und Präzision ausgeführt werden.

    Ebenso sollte erfragt werden, wo der Arzt die Behandlung vornimmt – sowohl konventionelle als auch diese feinen und sanften Verfahren können in eine Praxis oder Klinik, immer in eine perfekt technisch und personell ausgestattete OP – Einrichtung durchgeführt werden.

    Papier ist geduldig und die Zertifikate, welche von der medizintechnischen Industrie über Wochenendkurse ausgestellt werden, sind damit wertlos. Ihr behandelnder Arzt sollte Facharzt für Dermatologie, Chirurgie/Gefässchirurgie sein und nicht allgemein Arzt, Internist, Radiologe oder eine andere Fachrichtung: jeder Arzt, der sich an das Gefäßsystem wagt, muss auch in der Lage sein, notfalls Arterien und Venen zu nähen und Blutungen zu stillen.

    Darüber hinaus sollte der Arzt über wirklich sehr reiche Erfahrung mit den Verfahren verfügen und sich so spezialisiert haben.

    Informationen für den behandelnden Arzt / Tests und Voruntersuchungen: Wichtig für den Facharzt bzgl. der Informationen über den Patienten sind das Aussehen der betroffenen Beine und die Lokalisation der erweiterten Venen, körperliche Beschwerden, bereits angewendete Operationsverfahren, Tragen von Kompressionsstrümpfen, Thromboserisiko, bisherige Venenentzündungen, Einnahme von Medikamenten.

    Als Tests und Voruntersuchungen ist eine sehr genaue farbcodierte Duplex-Sonografie durch den Operateur selbst notwendig: nur so kann wirklich die Wahl des individuell geeigneten Verfahrens getroffen werden. Ebenfalls notwendig sind eine Blutuntersuchung und eventuell ein EKG.

    Einnahme von Medikamenten: Die notwendigen Medikamente sollten ununterbrochen weiter eingenommen werden. Bei den konventionellen Schnittverfahren wünschen sich die Chirurgen meist ein rechtzeitiges Absetzen von Blutverdünnern jeder Art. Bei den minimalinvasiven Verfahren ist dies nicht unbedingt nötig und wird separat besprochen.

    Hinweise vor der Krampfadernoperation / Venenoperation

    Hinweis vor ambulanter Operation: Die ambulante OP muss in einem technisch und personell perfekt ausgestatteten Zentrum und oder in einer Praxis/Praxisklinik ausgeführt werden. Der Patient befindet sich dort etwa 5 Stunden und soll seine OP-Vorbereitungsunterlagen und ggf. Kompressionsstrümpfe mitbringen.

    Hinweis vor stationärer Operation: Dauer 1-2 Nächte, persönliche Dinge mitbringen, OP-Vorbereitungsunterlagen mitbringen.

    Organisatorisch zu beachten: Wenn der Eingriff ambulant vorgenommen wird, ist eine erwachsene Begleitperson erwünscht, die den Patienten nach Hause begleitet.

    Da die Patienten nach den schonenden Katheterverfahren den Tag nach der OP genauso empfinden, wie den Tag vor der OP (also keine Beschwerden haben und arbeitsfähig sind), ist hier keine Vorsorge nötig. Klassisch konventionell operierte Patienten sollten damit rechnen, dass sie einige Tage Hilfe im Haushalt brauchen und teilweise unbeweglich sind.

    Angstpatienten: Mit dem behandelten Arzt sprechen, um durch Wissen diese Angst rational zu bekämpfen: lassen Sie sich doch ruhig einmal das OP mit seiner technischen Ausstattung zeigen und reden Sie mit dem Facharzt über die Möglichkeit, vielleicht vor der OP schon zu Hause ein leichtes Beruhigungsmittel einzunehmen.

    Nach der Operation (Nachsorge und Rehabilitation)

    Ergebnis: Es sollten möglichst narbenfreie, aber medizinisch und ästhetisch korrekte Ergebnisse erzielt werden.

    Kontrolltermine:

    Nach konventioneller OP: Nach einer konventionellen OP müssen die Patienten in anfangs kurzem Abstand (1 – 3 Tage) und dann in etwas längeren Intervallen immer wieder zum Operateur, um z.B. eine Gewebswasserfistel in der Leiste und Infektionen der Wunden ausschließen zu lassen.

    Nach minimalinvasiver OP: Am Tag nach der Behandlung muss eine präzise Untersuchung stattfinden. Bei korrekt ausgeführter Kombination der verschiedenen schonenden Verfahren ist der Patient aber sofort beschwerdefrei und bedarf danach, eigentlich, keine weiteren Nachsorgen mehr. Erst 2 Wochen nach der Behandlung sollte man kontrollieren, ob noch irgendwelche kleineren Seitenvenen oder/und Besenreiser vorhanden sind, die man dann noch mittels Laser und/oder Schaum behandeln kann.

    Einschränkungen nach der Operation:

    Nach konventioneller OP:
    • der Patient muss viel laufen und darf nicht lange sitzen oder stehen
    • meist sind Schmerzmittel erforderlich
    • der OP-Verband wird für 2 Tage belassen, dann für 5 Wochen durch einen Kompressionsstrumpf ersetzt, der später Tagsüber getragen werden soll
    • Duschen ist (je nach Operateur) meist nach etwa 4-5 Tagen möglich
    • Heparin wird für 5 – 10 Tage gespritzt
    • Arbeitsausfall (je nach OP und Beruf) zwischen 5 und 21 Tagen

    Nach minimalinvasiver OP:
    • der Patient kann 1 Tag nach der OP den Verband abnehmen und duschen, dann trägt er meist noch für 3-4 Wochen einen Kompressionsstrumpf
    • Schmerzmittel sind nicht erforderlich
    • der Tag nach der OP ist wie der Tag vor der OP: das ganz normale Leben kann geführt werden
    • Heparin wird für 10 Tage gespritzt
    • Arbeitsausfall: 0 – 3 Tage

    Schmerzen und Narben nach der Operation:

    Nach konventioneller OP: Nach einer konventionellen OP (Stripping) können unterschiedlich lange und intensiv Schmerzen auftreten und ebenfalls ausgeprägte Schwellungen und Blutergussverfärbungen, was gemeinsam auch zu der üblichen Arbeitsunfähigkeit von 10 – 21 Tagen führt.

    Nach minimalinvasiver OP: Nach der korrekt ausgeführten Kombination der verschiedenen Katheterverfahren und des Lasers/der Endoskopie, usw. sind die Patienten sofort schmerzfrei. Es bleiben keine Narben zurück. Die Patienten sind in der Regel sofort arbeits- und sporttauglich.

    Medikamente nach der Operation: Je nach OP Verfahren, Schmerzmittel und Heparin-Spritzen (zur Vorbeugung vor Thrombose) für 3 – 10 Tage.

    Rehabilitation / Physiotherapie: Nein – keine Reha nötig. Patienten sind sofort wieder voll einsatzfähig (aber nur bei den minimalinvasiven Kombinationsverfahren).

    Dauer der Abheilung: Konventionelle Methoden ca. 5 – 30 Tage / Minimalinvasive Methoden ca. 0-5 Tage

    Krankschreibung: Konventionelle Methoden ca. 5 – 30 Tage / Minimalinvasive Methoden ca. 0-5 Tage

    Krampfadernoperation – Fakten

    Krampfadernoperation bzw. Venenoperation / Diese Operation wird angewandt bei Krampfadern (Varizen), Leiden der oberflächlichen Venen und begleitend beim Ulcus cruris.
    Es gibt grundsätzlich zwei verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, einmal die konventionellen und älteren Methoden (Stripping, CHIVA-Verfahren, Laserverödung von der Gefäßinnenseite) und zum Zweiten die minimal-invasiven, moderne Methoden (Behandlungen mittels eines Radiofrequenzkatheters, eines Laserkatheters oder eines Heiß-Dampf-Katheters).

    Facharzt dieser Operation: Die Duplexsonografie (heutiger Standard in der Varizendiagnostik) erfolgt am besten durch den Operateur – also den Facharzt für Dermatologie, Chirurgie oder Gefäßchirurgie – persönlich: nur so ist sicher gewährleistet, dass wirklich der Fachmann die Venen untersucht, der sie später auch behandelt und sich so selbst ein präzises Bild vom Verlauf der erkrankten Gefäße machen kann.

    Die konventionelle Varizenoperation ist wohl eine der häufigsten überhaupt. Die Kathetertechniken sind stark auf dem Vormarsch. Aber nur sehr wenige Spezialisten beherrschen die Kombination verschiedener schonender („minimalinvasiver“) Verfahren.

    Stationär / Ambulant: Sowohl als auch, beides ist möglich.

    Alternativen und Heilungschancen bei Krampfadern (Varizen) / Besenreiser

    Warum Operation? Krampfadern – In diesen krankhaft erweiterten Venen versackt Blut in der Peripherie und führt hier, durch mangelnden Austausch von verbrauchtem mit frischem Blut, zur Anhäufung von Schlacken, Säuren und zur Sauerstoffarmut.

    Dies kann zur Minderernährung von Haut und Unterhaut und damit zum offenen Bein („Ulcus“, „Ulkus“ oder „Ulcus cruris“) führen. Außerdem können in der stehenden Blutsäule der Varizen leicht Gerinnsel entstehen, sogenannte „Thromben“. Wird ein Gefäss durch einen solchen Gerinnselpfropf verstopft, spricht man von einer Thrombose. Wird ein solcher Pfropf auch noch losgerissen und erreicht über die Blutbahn dann (auf seinem natürlichen Weg) die Lunge, führt er zum Verschluss von Lungengefässen.

    Ein Vorgang, den man Lungenembolie nennt und der eine sehr schwere, oft tödliche oder lebensbedrohliche Komplikation bedeutet.

    Auch können sich die oberflächlichen Venen, die mit einem Thrombus verschlossen sind, entzünden (oberflächliche Venenentzündung oder „Thrombophlebitis“) und sogar vereitern: Hier können dann Eitererreger in die Blutbahn gelangen und schwerste Krankheitsbilder einer „Blutvergiftung“ oder „Sepsis“ auslösen.

    Ziel: Das Ziel der Ausschaltung defekter Venen ist es, die Durchblutung wieder zu normalisieren: durch die Entfernung der Gefässe, in denen das Blut nur noch steht und nicht transportiert wird, verbessert der Arzt die Zirkulation massiv.

    Heilungschancen: Hoch, je nach Stadium der Erkrankung etwa 85 – 100 %.

    Operations-Alternativen bei Krampfadern / Varizen / Besenreisern:

    Moderne minimal-invasive Verfahren: Radiofrequenzkatheter, Laserkatheters, Heiss-Dampf-Katheters
    Merkmale der modernen Operationstechnik sind Narbenfreiheit, sofortige Arbeitsfähigkeit und Wiederaufnahme von Sport, optimale ästhetische Ergebnisse, optimale Ergebnisse aus medizinischer Sicht. Es besteht hier die Möglichkeit, einen Kompressionsstrumpf deutlich kürzer tragen zu müssen. Auch im Hochsommer kann man mit diesen Operationstechniken wie gewohnt behandeln.

    Nachteile bei der Behandlung mit minimal-invasiven Techniken sind nicht bekannt.

    Ältere konventionelle Verfahren: Stripping, CHIVA-Verfahren, Laserverödung von der Gefässinnenseite

    • Stripping: es kommt zur Ausbildung ausgedehnter Blutergüsse. Nach der OP müssen deshalb für mindestens 5 Wochen kräftige Kompressionsstrümpfe getragen werden. Die Patienten sind meist 2 – 3 Wochen lang arbeitsunfähig.
    • CHIVA-Verfahren: zahlreiche Schnitte (und Narben) und eine lange Tragezeit der Kompressionsstrümpfe.
    • Laser: Seitenäste müssen wiederum durch kleine Schnitte/Stiche entfernt werden.

    Im Vergleich mit den minimal-invasiven Behandlungsmethoden gibt es bei den konventionellen Techniken keine Vorteile.

    Entscheidungshilfe für die Krampfadernoperation / Venenoperation: Immer dann , wenn Venen sich so verdicken, dass sie deutlich hervorstehen und/oder eine Duplex-Sonografie zeigt, dass eine Schwäche der Stamm- oder/und Verbindungsvenen besteht, die einen mess- oder fühlbaren Einfluss auf die Blutzirkulation hat, sollte eine Krampfadernoperation bzw. eine Venenoperation durchgeführt werden.

    Wenn es sich „nur“ um Seitenäste oder Besenreiser handeln sollte, wird man natürlich nicht unbedingt operieren müssen, sondern mit einer Schaumverödung oder dem Laser behandeln. Allerdings um die besten kosmetischen Ergebnisse erzielen zu können, ist eine kleine „Schönheitsoperation“ unausweichlich.

    Sind aber Stammvenen betroffen, muss man operieren: hier sind Methoden wie die Schaumverödung nicht in gleicher Weise effizient und schonend und vor allem sicher.

    Die Operation ist jederzeit möglich, bei Anwendung moderner Kombinationsverfahren der schonenden „minimalinvasiven“ Chirurgie durch einen Spezialisten. Wenn konventionell operiert wird („Stripping“) ist diese Behandlung, die zum Teil zu erheblichen Beschwerden nach der OP führen kann, möglichst im Winterhalbjahr vorzunehmen.

    Risiken der Krampfadernoperation / Venenoperation

    Die größten Risiken gehen von einer zu großzügigen örtlichen Betäubung aus: diese Präparate können sich negativ auf den Herzrhythmus auswirken und sogar epileptische Anfälle auslösen. Deswegen muss der Umfang des operativen Eingriffes richtig eingeschätzt werden.

    Die Behandlung muss deshalb ausschließlich von einem Spezialisten – Facharzten im Bereich der Lokalanästhesie ausgeführt werden damit dieser Spezialist den Patienten ständig überwacht und auf Zwischenfälle sofort reagieren kann.

    Bei den minimalinvasiven Verfahren sind die wesentlichen Risiken: Thrombosen, Venenentzündung, Verletzung von Hautnerven. Da die modernen Eingriffe insgesamt sehr sanft sind (die kombinierten Katheterverfahren), ist das Risiko dann aber sehr gering, weil nur minimale Mengen an Schmerzmitteln erforderlich sind.

    Bei den konventionellen Verfahren sind die wesentlichen Risken: Gefäßverletzung (deshalb sollte nur ein erfahrener Operateur die OP ausführen, der die Verletzungen an großen Gefäßen vorbeugen oder beheben kann. Der Eingriff soll an einem dafür eingerichteten OP Raum oder Zentrum vorgenommen werden. Damit werden die möglichen Komplikationen, wie Blutungen, Verletzungen von Nerven, Thrombosen, Venenentzündung, Infektionen vermieden.

    Die Operation Krampfadern (Varizen)

    Vorbereitung: Vor der OP sollten Kompressionsstrümpfe der Klasse II für den Patienten angefertigt werden, die dieser dann zur OP mitbringt. Vor jedem Eingriff – auch in örtlicher Betäubung – muss der Patient genau abklären, wann er zuletzt Essen und Trinken (und Rauchen) darf.

    Narkose: Der Patient kann in örtlicher Betäubung, Dämmerschlaf oder Narkose behandelt werden – je nach Fall. Eine rückenmarksnahe Anästhesie („Spinalanästhesie“, etc.) ist in keinem Fall sinnvoll.

    Dauer der Operation: Zwischen 20 Minuten und 2 Stunden.

    Die Operation im Detail – Konventionelle Operationen: Die erkrankten Stammvenen werden per Schnitt in der Leiste und/oder der Kniekehle und ein weiteres Mal jeweils in der Knöchelregion aufgesucht und freigelegt. Dann wird in die eröffnete Vene eine Sonde bis an den Kreuzungspunkt der oberflächlichen mit den tiefen Venen (also eben Leiste oder Kniekehle) geschoben, die Vene dann jeweils oben und unten durchtrennt, unterbunden und an der Sonde fixiert. Nun wird die Sonde mitsamt der gesamten Vene und den eventuell anhaftenden Seitenästen (die dabei abreißen) aus dem Bein gezogen („gestrippt“). Nun werden noch, über weitere Schnitte, weitere Seitenäste mit Häkchen oder Klemmchen aus dem Bein gezogen. Die Schnitte werden vernäht, eventuell ein Drainageschlauch eingelegt und ein straffer Verband angelegt.

    Die Operation im Detail – Minimalinvasive Katheteroperationen: Unter Ultraschallkontrolle wird die erkrankte Vene mit einer Nadel punktiert und der Katheter eingeführt. Nun muss der Operateur die Katheterspitze ganz exakt unter Ultraschall an die Venenkreuzung (Einmündung in die tiefe Vene) legen: dies erfordert immense Erfahrung im Umgang mit der Sonografie und dem Verfahren.

    Dann wird um die Vene und den Katheter entlang der gesamten Vene ein isolierender Mantel aus Kochsalzlösung, unter dem Zusatz eines örtlichen Betäubungsmittels („Tumeszenz-Lokalanästhesie“, TLA) unter Sonografie, gespritzt: Damit wird verhindert, dass die Hitze des Katheters das umgebende (gesunde) Gewebe schädigt. Nun wird die Sondenspitze aktiviert, erhitzt und die erkrankte Vene so zerstört. Der Arzt zieht die Sonde schrittweise zurück und behandelt so den gesamten erkrankten Venenabschnitt. Danach wird der Katheter entfernt und die sehr kleine Stichöffnung eventuell mit einer einzelnen Naht verschlossen. Nun werden die Seitenäste mit feinen Kanülen punktiert, ebenfalls TLA (s.o.) um sie miniphlebochirurgisch zu entfernen oder mit einem speziell vorbereiteten Schaum zu veröden. Danach (oder gleich zu Anfang der Sitzung) werden Besenreiser ggf. mittels Laser oder Verödungsmittel entfernt. Es wird ein Verband angelegt, der nach etwa 20-24 Stunden entfernt werden kann, damit der Patient duscht und sich dann seinen Kompressionsstrumpf anzieht.

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Dr. med. (VAK Moskau) Vadym Volpov und Praxisteam